Smart Farrier 4.6 – Freie Leistungspositionen, App-Layout und Sicherheit
Smart Farrier 4.6 – Freie Leistungspositionen, App-Layout und Sicherheit
Mit Version 4.6.0 bringen wir eine der meistgewünschten Funktionen: Ihr könnt beim Terminabschluss jetzt eigene Positionen ohne Katalogeintrag erfassen. Dazu kommen ein grundlegend überarbeitetes Android-Layout und mehrere Sicherheitsverbesserungen im Hintergrund.
Freie Leistungspositionen
Bisher konntet ihr beim Terminabschluss nur Leistungen aus eurem Katalog buchen. Einmalige Arbeiten – ein besonderes Material, eine Sonderanfertigung, eine kurze Beratung – mussten entweder als eigener Katalogeintrag angelegt oder gar nicht abgerechnet werden.
Das ändert sich mit 4.6.0: Über die neue Schaltfläche „Freie Position" gebt ihr direkt beim Abschluss eine beliebige Bezeichnung und einen individuellen Preis ein – ganz ohne Katalogeintrag.
- Verfügbar in Web und App – Freie Positionen funktionieren sowohl im Browser als auch in der Android-App, in „Neuer Termin", „Termin bearbeiten" und im Abschluss-Dialog.
- Erscheinen in allen Dokumenten – Rechnung, Quittung und Mahnung zeigen freie Positionen mit ihrer eingegebenen Bezeichnung und dem eingetragenen Preis.
- Anzahl und Rabatt – Wie bei Katalogpositionen könnt ihr Stückzahl und Rabatt angeben. Der Gesamtpreis wird in Echtzeit berechnet.
Android App – überarbeitetes Layout
Das Layout der Android-App hat auf verschiedenen Geräten unterschiedlich ausgesehen: Auf manchen Handys war der obere Balken zu hoch, auf anderen lagen Schaltflächen und Eingabefelder hinter der Systemnavigationsleiste des Geräts – also nicht erreichbar.
Die Ursache war eine fehlerhafte Umrechnung: Die Android-API liefert Systemleisten-Höhen in physischen Bildschirmpixeln, das CSS-Layout der App erwartet aber dichteunabhängige Pixel. Auf hochauflösenden Geräten hat dieser Faktor – je nach Display 2 bis 4 – das Layout entsprechend aufgeblasen.
- Statusleiste oben korrigiert – kein überdimensionierter Header mehr.
- Systemnavigation unten wird korrekt berücksichtigt – Schaltflächen am unteren Rand sind auf allen Geräten erreichbar, egal ob 3-Tasten-Navigation oder Gestennavigation.
- Scrollbare Modale – Lange Dialoge wie „Neuer Termin" scrollen jetzt intern. Header und Aktionsleiste bleiben dabei immer sichtbar.
Sicherheitsverbesserungen und Penetrationstesting
Neben den sichtbaren Neuerungen haben wir im Hintergrund an der Sicherheit der gesamten Plattform gearbeitet. Diese Änderungen sind im Alltag nicht direkt spürbar – sie schützen eure Daten und die Daten eurer Kunden besser vor unberechtigtem Zugriff.
Was haben wir konkret verbessert?
- HTTP-Sicherheitsheader – Der Server sendet jetzt aktiv Anweisungen an den Browser, die bestimmte Angriffsmuster (z. B. das Einschleusen von fremden Inhalten) blockieren.
- Cookie-Absicherung – Anmelde-Cookies werden jetzt mit zusätzlichen Schutz-Flags versehen, sodass sie nicht über unsichere Verbindungen abgegriffen werden können.
- Rate-Limiting – Automatisierte Zugriffsversuche (z. B. Passwort-Ratemacher) werden erkannt und gebremst, bevor sie Schaden anrichten können.
- Server-Härtung – Die Webserver-Konfiguration folgt jetzt aktuellen Sicherheits-Best-Practices: unnötige Systeminformationen werden nicht mehr preisgegeben, und die Verschlüsselungseinstellungen wurden verschärft.
Kontinuierliches Penetrationstesting
Sicherheit ist kein einmaliger Zustand, sondern ein laufender Prozess. Wir setzen deshalb während der Entwicklung regelmäßig auf Penetrationstesting – kurz: Pentesting.
Was bedeutet das? Beim Penetrationstesting versuchen wir kontrolliert und mit System, unsere eigene Anwendung so anzugreifen, wie es ein Angreifer von außen tun würde. Wir suchen gezielt nach Schwachstellen – in der Web-App, in der Android-App und in der Serverinfrastruktur – bevor sie jemand anderes findet. Dazu gehören Angriffsmuster wie das Einschleusen von Schadcode, das Umgehen von Berechtigungsprüfungen oder das Ausspähen interner Systemzustände.
Gefundene Schwachstellen werden sofort geschlossen, noch bevor sie in eine Produktionsversion gelangen. Dieser Prozess läuft parallel zur normalen Entwicklung – nicht einmalig vor einem Release, sondern fortlaufend. So stellen wir sicher, dass neue Funktionen nicht unbeabsichtigt neue Sicherheitslücken öffnen.
Das Ergebnis: Eure Kundendaten, Rechnungen und Termininformationen liegen auf einer Plattform, die nicht nur funktional weiterentwickelt wird, sondern auch sicherheitstechnisch auf dem Stand der Technik bleibt.
Was als Nächstes kommt und zum teil schon dabei ist:
Smart Farrier wird laufend weiterentwickelt. Viele der folgenden Punkte sind bereits in Grundzügen vorhanden und werden gezielt ausgebaut – andere kommen komplett neu dazu. Hier ein ehrlicher Einblick in die Roadmap:
Digitale Hufvermessung – umfangreicher Ausbau
Die digitale Hufvermessung ist bereits in der App verfügbar und wird in den kommenden Releases deutlich erweitert. Geplant sind zusätzliche Messpunkte, ein verbesserter Verlaufsvergleich über mehrere Termine hinweg und aussagekräftigere Auswertungen – damit ihr auf einen Blick erkennt, wie sich ein Huf über Monate entwickelt. Ziel ist eine Dokumentation, die auch im Gespräch mit Tierärzten und Besitzern als belastbare Grundlage dient.
Terminplanung und Tourenplanung
Wiederkehrende Termine – zum Beispiel im festen Beschlagsrhythmus – sollen künftig automatisch vorgeschlagen werden. Außerdem arbeiten wir an einer Tourenplanung, die die Reihenfolge der Tagesroute nach Anfahrtsweg optimiert und Zeit auf der Straße spart. Eine Synchronisation mit Google Kalender und Apple Kalender ist ebenfalls geplant. Folgetermine können bereits jetzt direkt aus einem abgeschlossenen Termin heraus erstellt werden – dieser Bereich wird weiter ausgebaut.
Push-Benachrichtigungen für Mitarbeiter
Wer mit Mitarbeitern oder Kollegen arbeitet, soll künftig keine Termine mehr übersehen: Zugewiesene Termine kommen direkt als Push-Benachrichtigung auf das Gerät – ohne dass jemand aktiv in der App nachschauen muss. Die Infrastruktur dafür ist bereits in der App verankert, die Umsetzung läuft.
Konfigurierbare Terminerinnerungen und Kundenkommunikation
Wie frühzeitig soll ein Kunde an seinen bevorstehenden Termin erinnert werden? Das soll künftig jeder Schmied selbst festlegen können. Ergänzend dazu planen wir automatische Terminerinnerungen direkt per E-Mail an den Kunden – bisher läuft die Kommunikation manuell. Das bestehende Nachrichten-System innerhalb der App wird in diesem Zug ebenfalls weiter ausgebaut.
Pferd und Dokumentation
Das Pferdeprofil soll um optionale Felder für Besonderheiten, Tierarztkontakte und weitere Notizen erweiterbar werden. Die Bilderfassung beim Termin – bereits jetzt möglich – wird um eine strukturierte Vorher-Nachher-Ansicht ergänzt, die direkt in die Hufvermessung integriert ist. Geplant ist außerdem eine Jahresübersicht pro Pferd: alle Beschläge, Messungen und Befunde auf einer einzigen Timeline.
Betrieb, Material und Finanzen
Die Inventar- und Materialverwaltung ist bereits vorhanden. Geplant ist eine automatische Bestellliste: Sobald ein Material unter einen festgelegten Mindestbestand fällt, landet es automatisch auf der Bestellliste – ohne manuellen Aufwand. Für Auswertungen und die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater arbeiten wir an einem strukturierten Export der Rechnungsdaten, zum Beispiel im DATEV-kompatiblen Format.
Erweiterte Statistiken und Auswertungen
Die Statistikseite wird deutlich ausgebaut: Neben Katalogpositionen fließen künftig auch freie Leistungspositionen in die Auswertungen ein. Geplant sind außerdem Umsatzübersichten nach Zeitraum, Kunde und Pferd sowie ein Export als CSV oder PDF – für alle, die ihre Zahlen außerhalb der App weiterverarbeiten möchten. Periodische Umsatzberichte direkt per E-Mail sind ebenfalls in Planung.
Kunden-Portal
Das Kunden-Portal – über das Pferdebesitzer bereits ihre Termine und Dokumente einsehen können – wird erweitert: Kunden sollen künftig direkt über ihr Portal Terminwünsche einreichen können, die ihr dann bestätigt oder anpasst (Umgesetzt).
Offline-Modus
Auf vielen Höfen ist die Mobilfunkverbindung schwach oder nicht vorhanden. Ein Offline-Modus ist geplant und bereits teilweise umgesetzt, der Eingaben lokal zwischenspeichert und synchronisiert, sobald wieder eine Verbindung besteht – damit der Arbeitsablauf auch ohne stabiles Netz nicht unterbrochen wird.
iOS-Version
Eine iPhone-App ist fester Bestandteil der Roadmap. Wir setzen sie bewusst ans Ende der Entwicklungsreihenfolge: Erst wenn Android-App und Web-Plattform vollständig ausgereift sind, wechseln wir auf das Apple-Ökosystem. Dieser Ansatz hält den Mehraufwand (iOS erfordert ein grundlegend anderes Entwicklungssetup und eigene App-Store-Prozesse) so gering wie möglich und stellt sicher, dass die iOS-App von Anfang an auf einem stabilen, fertigen Fundament aufsetzt.
Feedback, Fehler und Wünsche
Wenn ihr einen Fehler entdeckt, euch etwas fehlt oder ihr eine Idee habt: Meldet euch bitte direkt in der App unter Feedback. Jede Rückmeldung – ob Kleinigkeit oder großer Wunsch – hilft uns, Smart Farrier gezielt weiterzuentwickeln. Danke, dass ihr dabei seid.